Sumpflegende

RECHTSANWALT DR. HANNES HARTUNG VERTRITT DIE LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN VOR DEM LANDGERICHT MÜNCHEN IM HINBLICK AUF DAS GEMÄLDE SUMPFLEGENDE VON PAUL KLEE. DAS MEISTERWERK ZÄHLT ZU DEN WICHTIGSTEN WERKEN PAUL KLEES IM MÜNCHNER LENBACHHAUS.

Die Sumpflegende wurde im Jahre 1938 als entartete Kunst von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und im gleichen Jahr in der Sonderausstellung entartete Kunst diffamiert.

 

Die Landeshauptstadt München und Rechtsanwalt Dr. Hannes Hartung sagen hierzu:

 

Die „Sumpflegende“ von Paul Klee ist von den Nationalsozialisten als entartete Kunst diffamiert worden. Aus damaliger Sicht stellten Kunstwerke des deutschen Expressionismus „degenerierte“ Werke dar. Die „Sumpflegende“ ist deswegen in Hannover beschlagnahmt worden und in der NS- Schmähausstellung „Entartete Kunst“ in München im Haus der Kunst ausgestellt worden. Es handelt sich deshalb auf keinen Fall um sogenannte Raubkunst, die in den Schrecken des Holocaust von einem jüdischen Eigentümer konfisziert wurde. „Entartete Kunst“ wird heutzutage überall und unbestritten gehandelt. Paul Klee hat die „Sumpflegende“ 1919 in München geschaffen. Als Wiedergutmachung für die Diffamierung dieses Münchner Bildes von Paul Klee durch die Nationalsozialisten haben die Gabriele-Münter-Stiftung, die Johannes Eichner-Stiftung und die Landeshauptstadt München die „Sumpflegende“ von einer renommierten Schweizer Galerie 1982 für 800.000,- DM erworben. Weil die Stiftung den Kaufpreis nicht alleine aufbringen konnte, beteiligte sich die Landeshauptstadt München zur Hälfte am Erwerb. Seitdem ist die „Sumpflegende“ ununterbrochen im Lenbachhaus in München, beim Ort ihrer Entstehung, gezeigt worden. Von 1941 bis 1982 wurde die „Sumpflegende“ insgesamt sieben Mal im europäischen Kunsthandel öffentlich versteigert und verkauft. Die Klage des Sohnes und Alleinerben nach Sophie Lissitzky-Küppers, Jen Lissitzky auf Herausgabe der „Sumpflegende“ ist vom Landgericht München I im Jahre 1993 rechtskräftig abgewiesen worden. Zu Recht hat das Landgericht München in diesem ersten Urteil darauf hingewiesen, dass Jen Lissitzky keine Bösgläubigkeit bei den jeweiligen Erwerbern nachweisen konnte. Zudem hat das Landgericht richtig festgestellt, dass Herausgabeansprüche verjährt sind. Hieran hat sich auch in diesem zweiten Verfahren nichts geändert.

 

  • Einen aktuellen Bericht von Rose-Maria Gropp zu diesem Verfahren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 06. Mai 2013 finden Sie hier: Link
  • Dr. Hannes Hartung hat der ZDF-Sendung Mona Lisa (Sendung vom 09.11.2013) zur Sumpflegende als Vertreter der Landeshauptstadt München ein Fernsehinterview gegeben, welches Sie hier abrufen können.